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Golf in Germany
article: Das Golfspiel gilt auch heute noch bei vielen als elitärer Sport den nur eine kleine Gruppe von Personen ausüben können. Und es gibt nicht wenige innerhalb dieser kleinen Gruppe, die auch lieber unter sich bleiben möchten. Doch ganz so schlimm wie es noch vor einigen Jahren war, ist es heute zum Glück nicht mehr. Mittlerweile gibt es verschiedene Glolfclubs, die sich einem breiteren Publikum und damit einer breiteren Masse an Spielern öffnen. Doch die Regel ist dies nicht. Vereinzelt gibt es öffentliche Golfanlagen, die für jedermann gedacht sind und die auch die notwendige Ausstattung verleihen, da die meisten Menschen über keine eigene Golfausrüstung verfügen. Aber immerhin der Zugang zum Equipment ist in den letzten Jahren vielerorts leichter geworden und in so manchem Sportgeschäft sind Golfschläger, Trolleys, Bälle und natürlich die entsprechende Kleidung erhältlich. Doch wem nützt die schönste und beste Ausrüstung und womöglich sogar noch das Talent zu golfen, wenn er keine Möglichkeit hat, dieses zu nutzen? Also bleibt in vielen Fällen nur die Golfmitgliedschaft, wenn man nicht einfach nur auf einem der öffentlichen Anlagen seinen Abschlag üben möchte. Denn darauf läuft es vielerorts hinaus, dass entweder nur der Abschlag oder das Einputten trainiert werden kann oder der Golfplatz nur über 9 oder bestenfalls 11 Löcher verfügt. Die Erlaubnis auf einem deutschen Golfplatz den Ball schlagen zu dürfen hängt von mehreren Faktoren ab. Zum einen wäre da die so genannte Platzreife bzw. Platzerlaubnis. Diese erhält man bei einer Golfrunde mit einem Trainer, der durch die Vereinigung der Berufsgolfer (PGA = Professional Golfers Association) anerkannt ist. Dabei darf man selbstverständlich nur eine bestimmte Anzahl von Schlägen anwenden, um den Ball einzulochen. Hinzu kommt noch eine Prüfung des Regelwerks für das Golfspiel, die theoretisch abgelegt wird. Ziel dieser Prüfung ist natürlich die Erlernung der Grundlagen im Golf sport sowie der Etikette, die man beim Golfspiel an den Tag zu legen hat. Immerhin darf man nicht vergessen, dass Golf auch ein gefährlicher Sport ist. So erreicht der harte Golfball beim Abschlag eine Geschwindigkeit von bis zu 300 km/h. Wer dann daneben steht und vom ausholenden Schläger getroffen wird, der muss sich längere Zeit keine Gedanken mehr zu einer Golfmitgliedschaft machen. Mit dieser Etikette achtet und respektiert man somit andere Spieler oder auch einfach nur den Rasen. Kein professioneller Spieler wird es lustig finden, wenn jemand vor ihm den Rasen zerstückelt hat und ihn nicht wieder in den Ursprungszustand versetzt. Nachteilig an dieser Sache ist jedoch die Tatsache, dass die erworbene Platzerlaubnis in der Regel fast immer nur für den ausstellenden Golfclub Gültigkeit besitzt und für andere Plätze wertlos ist. Hier kommt dann das Handicap ins Spiel. Diese beschreibt die Spielstärke eines jeden Spielers und wird in einem nicht ganz unkomplizierten Verfahren errechnet. Mit diesem Handicap, welches man aber erst einmal erlangen muss, gibt es Möglichkeiten auf anderen Plätzen zu spielen. Doch auch hier existieren Hürden, da die Golfclubs zu bestimmten bzw. beliebten Zeiten nur Spieler mit einem gewissen Handicap an den Start lassen. Wenn es also voll ist, hat man auch mit einer Platzerlaubnis und einem nur mitteldürftigen Handicap möglicherweise das Pech nicht spielen zu dürfen. Wer nun aber also alle Voraussetzungen erfüllt, der kann sich in den Caddy setzten und zu seinem ersten Loch fahren, wenn’ ja, wenn er auch die Gebühr bezahlt hat. Die so genannte Greenfee wird von jedem Betreiber einer Golfanlage erhoben, weil dem Besitzer natürlich ebenfalls Kosten entstehen. Und eine Mitgliedschaft in einem Golfclub ersetzt nicht die Gebühr für die Greenfee, wie meistens angenommen wird. Dies ist aber selbstverständlich vom jeweiligen Club abhängig, manche geben einen Rabatt, andere wiederum lassen den Golfer eine gewisse Anzahl von Runden im Jahr kostenfrei spielen. Somit ist der Zugang zum Golfshop ohne eine Golfmitgliedschaft erschwert aber nicht unmöglich. Wer nun deshalb auf eine Golfmitgliedschaft nicht verzichten möchte, aber nicht die ausreichenden Mittel zur Verfügung hat, um den Jahresbeitrag zu bezahlen, der wird möglicherweise über einen Umweg über andere Staaten versuchen, seinen Ball einlochen zu können. Alleine der Suchbegriff Golfmitgliedschaft im Internet bringt reihenweise Anbieter, die eine Mitgliedschaft als Fernmitglied anbieten. So würde man beispielsweise im thailändischen Golfverband Mitglied, ohne jemals dort gewesen zu sein und erwirbt sich das Recht weltweit auf fremden Plätzen spielen zu können. Diese Mitgliedschaften haben neben dem Vorteil, dass man überhaupt spielen darf, auch eine Attraktivität, da sie günstig sind. Die Frage ist hierbei jedoch, ob auch alle Anbieter seriös sind oder ob die dann ausgestellte Mitgliedskarte wirklich auf jedem Golfplatz anerkannt wird. Dies sollte im Vorfeld geprüft werden, bevor man eine Mitgliedschaft unterschreibt und Geld überweist. Ebenso sollte vorher geklärt werden, ob der ausstellende Golfclub die Mitgliedskarte besonders kennzeichnet, so dass diese Karte nicht speziell für Fernmitglieder oder Gastmitglieder erkenntlich ist und unter Umständen nur eine eingeschränkte Spielberechtigung erlaubt. Mit solch einer Markierung wäre dem Spieler nicht geholfen und er steht wieder wie zu Beginn mit seiner neu erworbenen Golfausrüstung am Golfclub und erhält keinen Einlass. Hier heißt es also: Augen auf ‘ nicht erst beim Abschlag.